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Alltagsgeschichte des Mittelalters

III. 2.4. Die ritterlichen Pferde

Der mittelalterliche Sattel mit seinen hohen Wülsten
Abb. 38: Der mittelalterliche Sattel mit seinen hohen Wülsten

Seit den Kreuzzügen waren im Abendland besonders Araberhengste, die über Spanien importiert wurden, beliebt. Man schätzte ihre Schnelligkeit, ihre Größe und ihre Stärke.

Mit der Einführung des schwergewichtigen Plattenpanzers aber benötigte man robustere Pferde, die Kaltblüter. Denn schließlich mußten die Tiere nicht nur den gepanzerten Reiter, sondern auch noch ihre eigene Schutzkleidung, die 40 - 60 kg wiegen konnte, oder zumindest eine Decke aus Eisengeflecht tragen.

Im 9. und 10. Jh. wurden im Abendland Steigbügel, Sattel, Zaumzeug und mit Nägeln befestigte Hufeisen eingeführt. Die Sporen dagegen waren schon in der Antike bekannt.

Der Steigbügel selbst wurde zum erstenmal in China im Jahre 477 erwähnt. Bei den Reiternomaden z.B. den Hunnen bestanden sie nur aus Stricken.

Der mittelalterliche Sattel (Abb. 38), der vorne und hinten hohe Wülste besaß, wurde durch mehrere Riemen am Pferd befestigt. Der Brustriemen z.B. verhinderte, daß der Sattel beim Lanzenstechen nach hinten rutschte.


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