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Begegnungen mit Zeitgenossen der Renaissance

Barthel Bruyn der Ältere: Bildnis des Kardinals Bernardus Clesius, 1531

Bildnis des Kardinals Bernardus Clesius
Bildnis des Kardinals Bernardus Clesius, 1531

Der Kardinal Bernardus Clesius

Bernard von Cles, der die Politik der 30er Jahre des 16. Jhs. wesentlich mitbestimmt hatte, war am 11.3.1485 zur Welt gekommen. Nachdem er in Verona und Bologna Jura und Theologie studiert hatte, wurde er 1512 Doktor der Rechte und Domherr von Trient. 1514 stieg er zum Bischof von Trient und zum Geheimen Rat Maximilians I. († 1519) auf. 1519 wurde er auf dem Reichstag zu Frankfurt der Gesandte Karls V. (Abb. 213), an dessen Kaiserkrönung er in Aachen ebenfalls teilnahm. 1521/22 fand man ihn als vertrautesten Minister an der Seite Ferdinands I. (Abb. 214), dem Bruder Karls V.

Karl V. als Erzherzog von Österreich
Abb. 213: Karl V., der zukünftige Kaiser, um 1508
Ferdinand I.
Abb. 214: Ferdinand I.

1527 wurde er schließlich Ferdinands oberster Kanzler und der Präsident des Geheimen Rates, nachdem er seinen neuen Dienstherrn zum König von Böhmen gekrönt hatte. 1530 erhielt er schließlich den Kardinalshut und betrieb auf Wunsch Kaiser Karls V. auf dem Reichstag zu Augsburg die Wahl Ferdinands zum Römischen König. Am 30.7.1539 starb er, nachdem er gerade zum Administrator des Bistums Brixen ernannt worden war.


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