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Die Wettiner — Sidonie oder Sidonia von Sachsen

Sidonie oder Sidonia von Sachsen
Sidonie oder Sidonia von Sachsen

Geboren:
8. März 1518

Gestorben:
4. Januar 1575

Vater:

Herzog Heinrich der Fromme von Sachsen (1473-1541)


Mutter:

Katharina von Mecklenburg (1487-1561), Tochter von Herzog Magnus II. von Mecklenburg-Schwerin († 1503)


Gatte/in:

Herzog Erich II. von Braunschweig-Calenberg (1528-1584); Heirat am 17. Mai 1545; sehr unglückliche Ehe; keine Kinder


Kinder:
keine

Weitere Abbildungen:
Sidonie oder Sidonia von Sachsen Sidonie oder Sidonia von Sachsen

Lesetipps:
  • Maike Vogt-Lüerssen: Frauen in der Renaissance – 30 Einzelschicksale
  • Helga-Maria Kühn: Eine "unverstorbene Witwe" – Sidonia, Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg, geborene Herzogin zu Sachsen 1518-1575: Ein aus Archivquellen nachgezeichneter Lebensweg, Hannover 2009 (Hervorragende Archivarbeit, aber mit der persönlichen Beurteilung der Autorin bezüglich Sidonia von Sachsen stimme ich in Einigem nicht überein. Geradezu hart und unherzlich finde ich Frau Kühns folgenden Satz in der Zusammenfassung des Buches (S. 265): "Hätte sie [Sidonia] nach den seltsamen Vorgängen um ihre Schwangerschaft 1557 nicht etwas zurückstecken und Verständnis für Erichs 'neue Familiengründung' aufbringen können, wie dies später Erichs zweite Frau Dorothea zeigen wird?" Sidonia, die sich sehnlich ein Kind gewünscht hatte, machte in den Jahren 1556/1557 wie die englische Königin Maria Tudor eine Scheinschwangerschaft durch. Sie sollte nie Mutter werden können. In der Renaissance hatte zudem fast jeder hohe adlige Herr neben seiner Gattin Mätressen. Trotzdem hielt man es für ein Gebot des Anstandes in diesen Kreisen, Diskretion darüber zu bewahren, um die Ehre und die Gefühle der Gattinnen nicht zu verletzen. Erich II. hielt sich nicht an dieses Gebot. Er, der sich fernab von seiner Gattin Sidonia in Holland, Frankreich oder Spanien aufhielt, begab sich in den 60er und 70er Jahren mit seinen schwangeren Geliebten und seinen unehelichen Kindern zuweilen für einige Wochen in seine braunschweigische Herrschaft, wobei er keinen Hehl daraus machte, dass ihm seine "zweiten Familien" mehr bedeuteten als seine Gattin Sidonia. Durch diese Verletzung des Anstandes kränkte er nicht nur Sidonia, sondern auch ihre Familie, das kurfürstliche sächsische Haus, und alle anderen hohen adligen Häuser seiner Zeit. Erichs Ehe mit der streng-katholischen Dorothea von Lothringen war nicht wie im Falle der lutherischen Sidonia aus Liebe, sondern aus rein politischen-religiösen Gründen geschlossen worden. Dorothea von Lothringen wird daher von Anfang an andere Erwartungen gegenüber ihrem Gatten gehabt haben als ihre Vorgängerin. Außerdem wahrte Erich II. in dieser Ehe mehr Verschwiegenheit hinsichtlich seiner Mätressen.)

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