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Das Haus von Mecklenburg-Schwerin — Magnus II., Herzog von Mecklenburg-Schwerin

Herzog Magnus II. von Mecklenburg-Schwerin
Herzog Magnus II. von Mecklenburg-Schwerin

Geboren:
im Jahr 1441

Gestorben:
20. November 1503

Vater:

Herzog Heinrich IV. der Dicke von Mecklenburg-Schwerin (1417-1477)


Mutter:

Dorothea (1420-1491), Tochter des Kurfürsten Friedrich I. von Brandenburg


Gatte/in:

Sophie (um 1460-1504), die Verlobte von Magnus' älterem Bruder Johann VI. (1439-1474) und Tochter des Herzogs Erich II. von Pommern-Wolgast († 1474); nach dem Tod ihres Verlobten Johann VI. hatte sie den Schleier genommen und war in ein Kloster eingetreten; sie musste, als sie Magnus II. ehelichte, das Gelübde der ewigen Keuschheit brechen; Heirat am 29. Mai 1478


Kinder:
  1. sein Sohn Heinrich der Friedfertige, Herzog von Mecklenburg-Schwerin; geboren am 3. Mai 1479, gestorben am 6. Februar 1552; in erster Ehe seit dem 12. Dezember 1505 mit Ursula (1488-1510), einer Tochter des Kurfürsten Johann Cicero von Brandenburg († 1499), in zweiter Ehe seit dem 12. Juni 1513 mit Helene (1493-1524), einer Tochter des Kurfürsten Philipp des Aufrichtigen von der Pfalz († 1508), und in dritter Ehe seit dem 14. Mai 1551 mit Ursula († nach 1565), einer Tochter des Herzogs Magnus von Sachsen-Lauenburg, verheiratet
  2. seine Tochter Dorothea, seit dem 24. Februar 1498 Äbtissin vom Kloster Ribnitz, in dem sie seit 1488 als Nonne lebte - Dorothea musste ihr Leben als Nonne bzw. Äbtissin verbringen, als Aussöhnung ihrer Mutter mit Gott, die ihre klösterlichen Gelübde gebrochen und daher zeitlebens unter einem schlechten Gewissen gelitten hatte; geboren am 21. Oktober 1480, gestorben am 1. September 1537
  3. seine Tochter Sophie, Herzogin von Sachsen; geboren am 18. Dezember 1481; gestorben am 12. Juli 1503; seit dem 1. März 1500 mit Johann dem Beständigen (1468-1532), Herzog von Sachsen, verheiratet
  4. sein Sohn Erich II., Herzog von Mecklenburg-Schwerin; geboren am 3. September 1483, gestorben am 22. Dezember 1508
  5. seine Tochter Anna, Landgräfin von Hessen; geboren am 14. September 1485, gestorben am 12. Mai 1525; in erster Ehe seit dem 20. Oktober 1500 mit dem Landgrafen Wilhelm II. von Hessen (1469-1509), und in zweiter Ehe seit 1519 mit Graf Otto von Solms-Laubach (1496-1522) verheiratet
  6. seine Tochter Katharina, Herzogin von Sachsen; geboren im Jahr 1487, gestorben am 6. Juni 1561; seit dem 6. Juli 1512 mit dem Herzog Heinrich V. dem Frommen von Sachsen (1473-1541) verheiratet
  7. sein Sohn Albrecht VII. der Schöne, Herzog von Mecklenburg-Schwerin; geboren am 25. Juli 1488, gestorben am 5. Januar 1547; seit dem 17. Januar 1524 mit Anna (1507-1567), der ältesten Tochter des Kurfürsten Joachim I. Nestor von Brandenburg († 1535), verheiratet

Extra:

Wie man zu Geld kommt:

  • Magnus II. erbte von seinem regierungsunfähigen Vater, Heinrich IV. dem Dicken, einen riesigen Schuldenberg. Daher waren ihm alle Mittel recht, zu Geld zu kommen: "1492 wurden die Juden und Jüdinnen aus Sternberg wegen Hostienschändung von der Kirche angeklagt: Ein Priester habe – so die Legende – einem Juden zwei Hostien verkauft, welcher diese angeblich durchstochen haben sollte, woraufhin Blut aus ihnen geflossen sei. Dafür sollten die Sternberger Juden und der Priester verbrannt werden. Magnus [II.] bestätigte das Urteil, woraufhin – nach einem erpressten 'Geständnis' – auf dem so genannten 'Judenberg' 25 jüdische Männer und zwei jüdische Frauen verbrannt wurden, alle anderen Juden und Jüdinnen des Landes [Mecklenburg] verwiesen wurden und ihr Eigentum dem Herzog zufiel. ... Magnus hinterließ ein schuldenfreies Land." (in: Rajah Scheepers: Regentin per Staatsstreich? Landgräfin Anna von Hessen (1485-1525). Königstein/Taunus 2007, S. 34 - 35)