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01/08/2014

Wer Bücher liest, lernt immer noch dazu!

In dieser Woche habe ich das hochinteressante Buch von Martin Kuckenburg: Die Kelten (Stuttgart 2010) gelesen und wieder etwas dazugelernt. Wissen Sie zum Beispiel, seit wann es den Schottenrock gibt? Vielleicht liegen Sie mit Ihrer Vermutung so falsch wie ich. Nichts da mit "seit dem Mittelalter". Der Schottenrock wurde erst um 1730 (!) erfunden (S. 6). Und haben Sie eine Ahnung, wo die Schotten, die seit dem Mittelalter dem Norden von Großbritannien ihren Namen geben, zur Zeit der Errichtung des berühmten Hadrianswalls um 122 n. Chr. lebten? "Vielmehr siedelten sie [die Schotten] damals im Nordosten Irlands, in der heutigen Provinz Ulster, und bezeichneten sich selbst nach ihrer Sprache vermutlich als Gaelen. Den Namen Scotti, der ursprünglich nichts anderes als 'Seeräuber' oder 'Bandit' bedeutete, haben ihnen erst die Römer gegeben, als Gruppen dieser Nordiren ab dem 3. Jh. n. Chr. immer öfter den Meeresstreifen nach Wales und Schottland überquerten, um dort Raubzüge zu unternehmen" (S. 194). Und wie Sie mittlerweile vielleicht bereits alle wissen, haben unsere christlichen Feiertage alle einen heidnischen Ursprung, so zum Beispiel auch der Allerheilige am 1. November, an dem wir der Verstorbenen gedenken. So haben der Allerheilige und auch die Halloween-Nacht (vom 31. Oktober auf den 1. November) ihren Ursprung in der heidnischen Glaubenswelt der Inselkelten: "In der späteren inselkeltischen Kultur brach die Grenze zwischen diesen beiden Welten [dem Diesseits und dem Jenseits] in der Nacht zum 1. November – dem keltischen Neujahr – sogar völlig zusammen und das Tor zum Reich der Toten, der Geister und der anderen jenseitigen Mächte stand für einige Stunden weit offen." (S. 130).