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28/06/2017

Vaterschaftstest

Salvador Dalì wird exhumiert

Endlich zieht die Naturwissenschaft in die Geschichtswissenschaft ein. Häufig können nämlich Historiker und Kunsthistoriker einfach die Kenntnisse aus zeitgenössischen schriftlichen und/oder bildlichen Quellen, die ihnen nicht gefallen, ignorieren. Aber mit Hilfe der Naturwissenschaft kann den Fakten nun zum Durchbruch geholfen werden. Zumindest hat die Spanierin Marìa Pilar Abel Martìnez, die seit 2015 behauptet, dass der berühmte spanische Maler Salvador Dalì († 1989) ihr Vater sei, durch eine spanische Richterin die Chance erhalten, mit einem DNS-Test zu beweisen, ob sie in der Tat dessen leibliche Tochter ist, die aus einer Beziehung des Künstlers mit einem seiner Dienstmädchen im Jahr 1955 hervorgegangen sein soll.

Jetzt dürfen wir hoffen, dass auch Christine von Diez (oder Dietz) (1571-1637) und ihre Mutter Anna von Sachsen (1544-1577) die gleiche Chance erhalten, denn Annas Gatte, Wilhelm von Oranien (1533-1584), behauptete, dass Christine nicht sein Kind wäre und dass seine Gattin angeblich ein Verhältnis mit Jan Rubens, dem Vater des berühmten Malers Peter Paul Rubens, gehabt hätte. Sämtliche zeitgenössischen Quellen, die schriftlichen und die bildlichen, zeigen, dass Wilhelm von Oranien gelogen hat, um seine Gattin Anna von Sachsen loszuwerden, da er unbedingt eine andere Frau heiraten wollte. Nur deshalb schob er ihr einen Ehebruch, den sie nie begangen hatte, unter. Falls Sie, liebe Leser und Leserinnen, mit dieser Geschichte nicht vertraut sind, lesen Sie bitte meinen Artikel oder, wenn Sie mehr wissen möchten, kaufen Sie mein Buch, in dem noch ausführlicher auf dieses traurige Ereignis eingegangen wird. Durch einen Vaterschaftstest können wir endlich beweisen, was für ein Schurke Wilhelm von Oranien wirklich gewesen ist.

als Buch und E-book

Anna von Sachsen – Gattin von Wilhelm von Oranien
124 Seiten, mit Stammtafeln und sw 64 Bildern, ISBN 978-1-9733-1373-1, 4. überarbeitete Auflage, € 7,80
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