Die Frauen der Sforza I: Bianca Maria Visconti – Die Stammmutter der Sforza
nur als Buch (Farbband) bei amazon.de: 294 Seiten, mit Stammtafeln und 243 Bildern, Independently published, 1. überarbeitete Auflage 2025, ISBN 978-1-6515-0580-9, € 51,02
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... und die Schlange über ihnen trägt den Kopf ihres ältesten Kindes, ihres Sohnes Galeazzo Maria Sforza (1444-1476)
Eine Skizze von dem Reiterdenkmal, das Leonardo da Vinci für/von Francesco Sforza erstellen wollte
"Über die Zahl der unehelichen Kinder des Großen Condottieres sind sich die Historiker nicht einig. Laut Lacy Collison-Morley soll Francesco Sforza der Vater von 22, laut Pompeo Litta von 30, laut Giovanna Solari von 35, laut Nicole Battilana von 40, laut Maria Frigeni von ungefähr 50 und laut Antonio Chiusole sogar von 120 unehelichen Söhnen und Töchtern gewesen sein. Es sind jedoch nur 16 Kinder mit ihren Namen bekannt." (in: Maike Vogt-Lüerssen: Die Frauen der Sforza I: Bianca Maria Visconti – Die Stammmutter der Sforza, ebenda, S. 55).
"Francesco Sforza war überdies ein sehr genügsamer Mann, der wie sein Vater wenig Schlaf benötigte. Der Astrologie konnte er nichts abgewinnen. Aber er versuchte nicht, seine Gattin von ihrem festen Glauben, dass man die Zukunft voraussehen könnte, abzubringen. Seine Zeitgenossen beschrieben ihn als einen toleranten Mann, der nicht nur ein hervorragender Kriegsherr und Stratege, sondern auch ein gewiefter Diplomat und eindrucksvoller und gewandter Redner war. Seine Gäste schätzten an ihm seine Höflichkeit, sein Feingefühl und seinen Humor. Wie sein Großvater und sein Vater hatte er zudem einen ausgeprägten Familiensinn. Er liebte es, die Mahlzeiten in der Gesellschaft seiner Familie, seiner Verwandten, Freunde und Gäste zu sich zu nehmen." (in: Maike Vogt-Lüerssen: Die Frauen der Sforza I: Bianca Maria Visconti – Die Stammmutter der Sforza, ebenda, S. 50).
Die Zeichnung wurde von dem Maler Paolo Uccello erstellt (NICHT von Domenico Ghirlandaio!).
"Seine [Francesco Sforzas] Nase war jedoch in der Tat nicht, wie sie in seinen späteren Porträts dargestellt wurde, hakenförmig, sondern groß und hervorstehend [Quelle: Paolo Giovio]. In den 60er Jahren des 15. Jahrhunderts hatte er sich, nachdem er an der Hauterkrankung Rosazea zu leiden begann, die besonders bei Männern zu knollenartigen Wucherungen der Nase führen kann, stets mit einer Hakennase, die viele Mitglieder seiner Familie besaßen und die letztendlich ein wichtiges Symbol seiner Dynastie werden sollte, abbilden lassen." (in: Maike Vogt-Lüerssen: Die Frauen der Sforza I: Bianca Maria Visconti – Die Stammmutter der Sforza, ebenda, S. 49-50).
Ein Gemälde, das mit Sicherheit auf Wunsch des mailändischen Herzogs Galeazzo Maria Sforza oder für diesen als Geschenk erstellt wurde und das seinen Vater mit seinem eigenen ältesten legitimen Sohn wiedergibt. Es entstand um 1473 und zeigt den vor ungefähr sieben Jahren verstorbenen Francesco Sforza mit seinem Enkel Gian Galeazzo II. Maria Sforza, der drei Jahre nach dem Tod seines Großvaters geboren wurde. In der Malerei (im Gegensatz zum wirklichen Leben) ist alles möglich!
Sein Tod am 8. März 1466: "Aber es war nicht nur Bianca Maria Visconti, die um ihren Gatten tief trauerte. Die mailändischen Untertanen hatten in den 16 Jahren, in denen Francesco Sforza ihr Herzog war, jenen zu respektieren und zu schätzen gelernt. Bianca Maria Visconti hatte zudem nichts unversucht gelassen, dass ihre Untertanen ihren Gatten, den sie so sehr liebte, ebenfalls in ihr Herz schlossen. Anlässlich seines Todes erinnerte sie ihr mailändisches Volk an die vielen Vergünstigungen und Wohltaten, die es unter ihm erhalten hatte. So hatte Francesco Sforza ein großes Hospital errichten lassen, das allen Menschen, egal welchen Ranges, welcher Nationalität und welcher Religion sie angehörten, offen stand. Es soll zudem das Beste im gesamten Abendland gewesen sein. Die Bauern konnten unter ihm zum ersten Mal bei ihrer Schweine- und Hühnerzucht Geld zurücklegen, da die Steuersätze nicht so erdrückend wie unter den Visconti waren. Auch die Straßen auf dem Lande waren unter Francesco Sforza sicherer geworden. Überfälle wurden immer seltener. Der mailändische Herzog hatte nämlich dafür gesorgt, dass es in seinem Herzogtum so zuging wie in seinem wohlorganisierten und disziplinierten Heer. Hierbei war für ihn eine unparteiische Rechtsprechung das A und O. Außerdem war ihm sein Erfolg nie zu Kopf gestiegen. Bis zu seinem Tode blieb er ein bescheidener Mann, der jeden seiner Untertanen, der ihm begegnete, ob reich oder arm, mit gleicher Herzlichkeit begrüßte. Da er über ein sehr gutes Namensgedächtnis verfügte, konnte er seine Bürger häufig mit ihren Namen ansprechen. Er liebte es zudem sehr, in Gesellschaft zu essen. Neben seinen geladenen Gästen stand es jedem frei, ihn zu dieser Zeit aufzusuchen, um ihm eine Bittschrift zu überreichen oder eine Beschwerde vorzutragen. Sein diplomatisches Geschick hatte überdies dafür gesorgt, dass seine Dynastie seinen Tod in der Tat überlebte. In dieser so kritischen Zeit seines Hinscheidens standen nicht nur die italienischen Herrscher, sondern auch der französische König [Ludwig XI.] geschlossen hinter Galeazzo Maria Sforza und dessen Mutter Bianca Maria Visconti." (in: Maike Vogt-Lüerssen: Die Frauen der Sforza I: Bianca Maria Visconti – Die Stammmutter der Sforza, ebenda, S. 148-150).
Seine ältere legitime Tochter Ippolita Maria (1445-1488) schrieb ihm am 13. Juli 1453 von Pavia, wo sie sich mit ihrer Mutter, der mailändischen Herzogin Bianca Maria Visconti, und ihren Geschwistern befand, folgenden Brief: "My Most Illustrious Prince and Most Excellent Lord and Most Honorable Father. Since I returned to Pavia, to improve myself in these long days, I have learned to write a little, something I do with great pleasure, because through my continuous letters I can speak with Your Most Illustrious Lordship and receive gracious replies. And because I am not able to be near you as I wish, I will make up for my absence with letters. The Most Illustrious Lady my mother is here at Pavia, in fine health and good spirits; despite the fact that the Most Illustrious Count Galeazzo [Maria], my most honorable brother, has been ill with tertiary fever, but I hope in God he will soon be recovered. Her Most Illustrious Ladyship and all of us commend ourselves as always to Your Excellency." (in: Jeryldene M. Wood: Ippolita Maria Sforza - The Renaissance Princess who linked Milan and Naples, id., p. 11).

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