Wer ist Mona Lisa? – Identifizierung einer Unbekannten mit Hilfe historischer Quellen
als Buch bei amazon.de: 172 Seiten, mit Stammtafeln und 136 Bildern (130 Bilder in Farbe), Independently published, 1. Auflage, ISBN 978-1-9831-3666-5, € 29,31
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Ludwig war das Einzige von sechs Kindern des Königspaares, das das Erwachsenenalter erreichte. Er wurde am 1. November 1661 geboren und starb am 14. April 1711 an den Pocken. Am 7. März 1680 wurde er von seinem Vater mit Maria Anna Christine Victorie (1660-1690), der ältesten Tochter des Kurfürsten Ferdinand Maria von Bayern (1636-1679), verheiratet. Sie schenkte ihm drei Söhne: Ludwig (1682-1712), Philipp (1683-1746) und Karl (1686-1714). Nach dem Tod seiner Gattin heiratete er im Jahr 1694 seine Geliebte Marie Émilie de Joly de Choin (1670-1732). Es war eine der vielen heimlichen Ehen, von denen wir Normalsterblichen nichts erfahren sollten. Aber auch seiner zweiten Gattin gegenüber war er kein treuer Ehemann. Mit einer berühmten französischen Schauspielerin, Françoise Pitel de Longchamp (1662-1721), die mit einem ihrer Kollegen, Jean-Baptiste Raisin (1646-1693), verheiratet war, hatte er drei uneheliche Töchter.
Ludwig ... "der in so vielem seinem Vater ähneln sollte: ein unmäßiger Esser, den Künsten, Festen und dem Spiel zugetan. Aber anders als sein Vater genoß der Dauphin Ludwig die Sympathie der Pariser bis hin zu den derben Frauen der Markthallen. Auch die Soldaten verehrten ihn, denn er stand oft in der ersten Reihe einer Schlacht, was dem Vater zu größter Besorgnis Anlaß gab. ... In geistvoller Geselligkeit konnte das Schloß Meudon, der Sitz des Dauphins, durchaus mit Versailles Schritt halten. Mit dem Tod des Thronfolgers im Jahre 1711 verlor Ludwig den geliebten Sohn und Frankreich einen vielversprechenden König." (in: Manfred Kossok: Am Hofe Ludwigs XIV., ebenda, S. 28).
Ludwig ... "der mit 'Monseigneur' angeredet wurde, war allseits beliebt, vor allem bei der Pariser Bevölkerung ... und bei dem einfachen Volk. Sobald das Gerücht umging, daß der Dauphin leidend sei, brachen die Marktfrauen nach Versailles auf, um sich nach seinem Befinden zu erkundigen. Auch bei der Armee war er so beliebt, daß sich rangniedrige Offiziere und Soldaten förmlich überschlugen, um ihm ihre Hochachtung und Zuneigung zu beweisen. Der Dauphin glich sehr stark seinem Vater. Er war von lebhaftem Verstand, aber keineswegs ein Bücherwurm. Ganz wie Ludwig XIV. umgab er sich gerne mit geistreichen Menschen. Ferner teilte er dessen Sammelleidenschaft für Gemälde, Antiquitäten und Münzen. ... Außerdem verband beide ihre Vorliebe für gutes Essen, Reiten, Jagd und Kriegführung. Allein der Dauphin führte sich nicht an die königliche Pflicht zur Zurückhaltung gebunden. Er pflegte riesige Mengen an Speisen in sich hineinzustopfen, frönte fast täglich seiner Jagdleidenschaft und widmete sich mit Hingabe der Körperertüchtigung ... Ein Mann mit solchen Veranlagungen drängte danach, seinen Mut im Krieg unter Beweis zu stellen. 1688 und 1689 setzte der Thronerbe sein Leben dermaßen leichtfertig aufs Spiel, daß der König sich gezwungen sah, seinen übertriebenen Heldenmut zu bremsen." (in: François Bluche: Im Schatten des Sonnenkönigs – Alltagsleben im Zeitalter Ludwigs XIV. von Frankreich, ebenda, S. 24).
Sophie von der Pfalz, die Kurfürstin von Hannover, fand den Dauphin hingegen "fade"; "sie unterhielt sich einmal mit ihm, beziehungsweise versuchte sich mit ihm zu unterhalten, denn er machte den Mund nur auf, um 'ja' oder 'nein' zu sagen." (in: Dirk Van der Cruysse: „Madame sein ist ein ellendes Handwerk“: Liselotte von der Pfalz – eine deutsche Prinzessin am Hof des Sonnenkönigs, S. 268). Vielleicht mochte der Dauphin Sophie von Pfalz nicht?
Urteil der Madame de Montespan über den Dauphin Ludwig: "Crammed as he is with Latin, Greek, German, Spanish, and Church history, he knows all that they teach in colleges, being totally ignorant of all that can only be learnt at the Court of a king. He has no distinction of manner, no polish or refinement of address; he laughs in loud guffaws, and even raises his voice in the presence of his father. ... Monseigneur [der Dauphin Ludwig], who does not like me, pays me court the same as any one else. Being very jealous of the pretty Comte de Vermandois and his brother, the Duc du Maine [seinen Halbbrüdern, Kindern von Madame de La Vallière und Madame de Montespan] he tries to imitate their elegant manner, but is too stiff to succeed." (in: Memoirs of Madame la Marquise de Montespan – Being Historic Memoirs of the Court of Louis XIV., Volume 1, pp. 261-262).
"Als die letzte Stunde von Monseigneur, des Sohnes von Ludwig [XIV.], infolge der gefürchteten Pocken nahte, paradierten an seinem Bett sogar die Pariser Hallenweiber. Der Todgeweihte 'dankte ihnen und befahl, man solle ihnen das ganze Haus zeigen, ihnen ein Mittagessen vorsetzen und sie mit Geldgeschenken entlassen.'" (in: Manfred Kossok: Am Hofe Ludwigs XIV., ebenda, S. 143).
Videotipps:
1. Das Lieblingsschloss von Ludwig, dem Dauphin: Meudon (außen)
2. ... und innen

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