Die schönste Belohnung, die ein Diener oder Geselle/Lehrling oder Knecht von seinem Dienstherrn erhalten konnte, war die Erlaubnis, die Badehäuser aufsuchen zu dürfen, die fast in jeder Straße vorhanden waren und die nicht nur zur Reinigung des Körpers, sondern auch zur Förderung der Gesundheit und zum Mitbekommen des neuesten Tratsches in der Stadt reichlichst besucht wurden. Der Besuch war außer den Juden jedem erlaubt, und noch war die Kirche nicht so mächtig, das Aufsuchen dieser „Sündenplätze“ zu verbieten. Denn hier trafen sich Frauen und Männer unbekleidet, verbrachten Stunden in den mit warmem Wasser gefüllten Bottichen, ließen sich schröpfen und „lecken“, sangen lautstark bei gutem oder weniger gutem Wein und vorzüglicher Speise und mieteten sich hinterher vielleicht noch eines der vielen Betten für ein Schäferstündchen.
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