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Frohe Weihnachten / Merry Christmas

Eine wunderschöne Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2018 wünscht Ihnen, meine lieben Leser und Leserinnen, Ihre Maike Vogt-Lüerssen von Downunder.

Möge das nächste Jahr für Sie mit Gesundheit, Freude, Spaß, Liebe und netten Überraschungen gefüllt sein! Ganz besonders möchte ich mich bei denjenigen bedanken, die meine Bücher und E-Books gekauft haben und mir damit ermöglichen, meiner großen Leidenschaft, der Geschichte, weiterhin nachgehen zu können.

Die Sforza I: Bianca Maria Visconti

Buch Cover 'Bianca Maria Visconti'

Maike Vogt-Lüerssen

Die Sforza I: Bianca Maria Visconti – Die Stammmutter der Sforza

als Buch bei amazon.de erhältlich, 240 Seiten, mit 186 Bildern, Books on Demand GmbH, ISBN 978-3-8334-3558-4, € 18,90


Vorwort

Das Schicksal hatte es mit dem letzten Sprössling des berühmten italienischen Herrscherhauses der Visconti, der mailändischen Prinzessin Bianca Maria, sehr gut gemeint. Obwohl jene nämlich den schweren Geburtsmakel der Unehelichkeit aufwies und daher wie so viele Frauen in ihrer Position als Gattin eines treuen Beamten oder bürgerlichen Gefolgsmannes ihres Vaters, des mailändischen Herzogs Filippo Maria Visconti, völlig in Vergessenheit hätte geraten können, war sie aus politisch-militärischen Gründen bereits als Sechsjährige mit dem größten Söldnerführer und Kriegsmann ihrer Zeit, dem 30-jährigen Francesco Sforza, verheiratet worden. Auch wenn ihr Vater diese Heirat im Jahr 1432 nur als Mittel zum Zweck benutzt hatte, da er den Söldnerführer und dessen Truppe im Krieg gegen seinen Erzfeind Venedig dringend benötigte, so sah sich der mailändische Herzog jedoch im Jahr 1441 aus ebenfalls politisch-militärischen Gründen schließlich gezwungen, sein einziges Kind als Gemahlin an Francesco Sforza auszuhändigen.

Bianca Maria Visconti sollte an der Seite ihres Gatten, den sie über alles liebte, trotz so vieler Hindernisse in ihrem Leben letztendlich die Nachfolge ihres Vaters antreten und zu einer der beliebtesten Herrscherinnen des mailändischen Volkes werden. Da sie aus propagandistischen Gründen zudem die besten Maler ihrer Zeit eingestellt hatte, die unzählige Porträts von ihr, ihrem Gemahl und ihren acht Kindern zumeist in biblischen Szenen erstellten, sind selbst noch heute – mehr als 500 Jahre nach ihrem Tod – Hunderte von Bildnissen von ihr und ihrer Familie erhalten geblieben. Hierdurch sind die Mitglieder des mailändischen Herrscherhauses der Sforza, deren Stammmutter Bianca Maria Visconti ist, in der Tat unsterblich geworden. Die faszinierende Geschichte dieser mailändischen Dynastie, ihr steiler Auf- und schließlich unglücklicher Abstieg, ihre Intrigen, ihre Liebesgeschichten, ihre glanzvollen Auftritte und ihr alltägliches Leben – alles wurde von den zeitgenössischen Chronisten und Malern festgehalten –, fesselt noch heute jeden, der sich mit den Sforza beschäftigt, seien es Historiker, Kunsthistoriker, Fachleute der Tarot-Karten (die Visconti und die Sforza waren sehr an der Astrologie interessiert) oder Laien, die sich für die Geschichte der Renaissance und/oder die herrlichen Gemälde aus dieser einzigartigen Epoche interessieren.

Der großen mailändischen Herzogin Bianca Maria Visconti soll dieser erste Band der dreiteiligen Sforza-Reihe gewidmet sein. Sie war nicht nur eine der hervorragendsten Politikerinnen und Diplomatinnen ihrer Zeit, sondern wurde wegen ihrer Freigiebigkeit, Höflichkeit und Gerechtigkeit von ihren Untertanen sogar wie eine Heilige geliebt und verehrt. Zusammen mit ihrem Gatten Francesco Sforza, an dessen Seite sie als gleichberechtigte Partnerin das mailändische Herzogtum regierte, schuf sie ein Reich, das, obwohl es bereits 50 Jahre später unter ihrem Sohn Lodovico il Moro dem Untergang geweiht war, nie der Vergessenheit anheim fiel.

Im Anhang dieses Buches finden Sie, liebe Leser und Leserinnen, außerdem die Symbole der mailändischen Herrscherhäuser der Visconti und der Sforza aufgelistet, anhand derer die Porträts der Mitglieder dieser berühmten Dynastien leicht zu identifizieren und zeitlich einzuordnen sind.


Korrekturen und Ergänzungen zum Buch:

  • S. 10: Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit war Agnese del Maino nicht nur die große Liebe im Leben von Filippo Maria Visconti, sondern sogar seine Gattin. Es handelte sich um eine sogenannte heimliche Ehe.
  • S. 39: Francesco Sforza hatte laut seines Zeitgenossen Paolo Giovio, der ihn persönlich kannte, blaugraue Augen.
  • S. 162-163: Das Zitat von Richard A. Goldthwaite: Wealth and the Demand of Art in Italy 1300-1600, ist nicht auf der S. 195, sondern auf der S. 145 zu finden.
  • S. 173: Der kleine Junge in der Abb. 167 ist nicht Lodovico il Moros zweiter Sohn Francesco [II.] Maria, sondern Isabella von Aragons erster Sohn Francesco Maria, der, um ihn vom Ersteren zu unterscheiden, als "Francesco il Duchetto" in die Geschichte einging.
  • S. 188: In der Abb. 185 ist Isabella von Aragon nicht mit ihrem ersten Sohn Francesco il Duchetto, sondern mit ihrem zweiten Sohn Francesco da Melzo dargestellt worden.

Rezensionen von Herrn Dr. Wandruszka, Historiker und Spezialist für Bologna (Mittelalter und Genealogie), und Ryan:

Herr Dr. Wandruszka: "Die Biographie der letzten Visconti und Begründerin der Dynastie der Sforza verbindet überzeugend die politische Geschichte und das Ende des Herzogtums Mailand mit einer ausführlichen Familiengeschichte. Hierbei überrascht das reichhaltige Bildmaterial; der Autorin ist es gelungen, viele Familienmitglieder in z.T. berühmten Renaissance-Gemälden zu identifizieren. Im Anhangsteil beschreibt sie die oft versteckten Symbole der Familie(n) sowie die Lieblingsheiligen, als welche sie sich darstellen lassen. Auf diesem Wege ist ihr bereits die Identifikation der „Mona Lisa“ als Isabella von Aragon gelungen, ihrerseits eine Enkelin von Bianca Maria Visconti. Diese kunstgeschichtlichen Akzente werfen ein neues Licht auf manches Gemälde ebenso wie auf manchen Künstler, insbesondere Leonardo da Vinci. Politik und Kunstgeschichte stehen sich näher als bisweilen bekannt ist."

Ryan: "A nice piece of work on history and the relation between royalty and art", 10. Juni 2012:
"The Visconti were one of the most richest family of medieval Italy. They started as condottiere and soon their daughters were married within the royal houses of France, Bavaria, Austria etc. Mrs Vogt-Luerssen had written a masterpiece on the life of the last princess and heiress of the Visconti-wealth and duchy of Milan. Furthermore the author examines the paintings made at the court of Milan and she tries to solve the mystery of the identity of the sitter. I can recommend this book to everyone with a interest in royal families and paintings of the renaissance!"