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Zeitreise 1

Buch Cover 'Zeitreise 1'

Maike Vogt-Lüerssen

Zeitreise 1 – Besuch einer spätmittelalterlichen Stadt

als Buch, Independently published, 264 Seiten, mit 93 sw Bildern, bei amazon.de für € 12,54

als E-Book, Eigenproduktion, mit 93 Bildern (davon 49 in Farbe) bei amazon.de für € 11,25, bei Smashwords für US$ 9,90; bei Apple iTunes für € 7,49 und bei Google für € 11,25


Kaum zu glauben, aber wahr! Uns, das heißt, einer kleinen an Geschichte sehr interessierten Gruppe aus vier Teilnehmern und zehn Teilnehmerinnen ist etwas Sensationelles im Geschichtsbereich gelungen. Endlich ist es – zumindest in dieser Geisteswissenschaft – vorbei mit der langweiligen Theorie. Nach fast dreijähriger Forschungsarbeit ist es uns nämlich geglückt, eine Zeitmaschine zu entwickeln. Als Leiterin dieser Gruppe nahm ich sogleich im Jahr 1437 in einer norddeutschen Stadt Kontakt mit zwei freundlichen Bürgern, einem Kaufmann namens Reinhold von Münzenberg und einem Blaufärber namens Johannes Bussow, auf. Beide Herren fanden sich ohne Zögern bereit, je zwei von unseren Gruppenmitgliedern für volle drei Monate aufzunehmen und zu verpflegen. Das Los traf Holger L. (Diplomchemiker), Heinke S. (Gymnasiallehrerin in Latein und Biologie), Claudia H. (Hausfrau und Mutter von vier Kindern) und Kurt K. (Diplomchemiker). Anhand von deren Aufzeichnungen können Sie nun, liebe Leser und Leserinnen, selbst nachvollziehen, wie es war, in einer deutschen Stadt von Dezember 1437 bis Februar 1438 gelebt zu haben. Leider habe ich als Leiterin zu beklagen, dass nicht alle Gruppenmitglieder zurückgekehrt sind. Ich hoffe, dass dies keine (negativen) Konsequenzen für die Geschichte der Menschheit haben wird.


Auf den ausdrücklichen Wunsch vieler Leser und Leserinnen hin habe ich hiermit die Aufzeichnungen unserer ersten Zeitreise, die in eine spätmittelalterliche Stadt in den Jahren 1437 und 1438 führte und die bisher nur auf dem Internet beschrieben worden war, endlich auch in Buchform herausgegeben. Im Gegensatz zu unseren weiteren Zeitreisen ins Mittelalter – wir haben noch eine Burg im 13. Jahrhundert und zwei Klöster im 14. und 15. Jahrhundert besucht –, musste ich als Leiterin bei dieser ersten historischen Exkursion leider beklagen, dass nicht alle Teilnehmer ins 20. Jahrhundert zurückgekehrt sind. Ich hoffe, dass dies keine (negativen) Konsequenzen für die Geschichte der Menschheit haben wird. Die Notizen der vier Exkursionsteilnehmer Claudia, Heinke, Holger und Kurt, die gegen Ende des Jahres 1989 für einige Wochen in eine spätmittelalterliche Stadt in Norddeutschland geschickt worden waren, werden als Originale wiedergegeben. Auf Korrekturen bezüglich der Rechtschreibung – die Aufzeichnungen wurden vor der Einführung der neuen Rechtschreibung verfasst – und der Grammatik habe ich verzichtet.

Badehaus im Mittelalter
Badehäuser waren im Mittelalter bei Jung und Alt und Reich und Arm gleichermaßen beliebt, wie unsere Zeitreisende Heinke in ihren Aufzeichnungen bestätigen kann
P.S.: Wie es den Exkursionsteilnehmern Heinke und Kurt auf ihrer Reise über das Land bezüglich Herbergen erging, ist sehr treffend von Guzmán de Alfarache (1599-1604) beschrieben worden: „Wenn ich vor der Tür meiner Mutter abgesetzt worden wäre, so weiß ich nicht, ob sie mich erkannt hätte; denn ich war so sehr mit Flohstichen übersät, daß ich am Morgen, als ich aufstand, aussah, als hätte ich die Röteln gehabt. Es war kein Flecken mehr am ganzen Körper, im Gesicht und an den Händen, wo noch Platz für einen neuen Stich gewesen wäre.“


Das schönste Lob, das sich wohl jeder Autor für seine Werke von Herzen wünscht, wurde diesem Projekt von drei Rezensentinnen und einem Rezensenten bei amazon.de erteilt:

„Gäbe es doch mehr davon... Hier sind 6 Sterne zu wenig!:
Ob man nun auf ihrer Homepage stöbert, oder sich immer und immer wieder ihre Bücher zu Gemüte führt: Frau Vogt-Lüerssen ist unerreicht auf dem Gebiet, Geschichte einleuchtend, dynamisch, humorvoll, lebensnah und absolut treffsicher zu schildern! Ich weiß nicht, wie oft ich ihre Bücher schon weiterempfohlen, verschenkt und verliehen habe - bisher konnte ich noch jeden begeistern! Lange Zeit gab es diese Zeitreise nur Online - ich habe nächtelang darüber völlig Zeit und Raum vergessen; war am Ende immer enttäuscht, daß schon wieder Schluß war und begann von Neuem. Hier sind so viele Details festgehalten, als wäre man mit Digitalkamera und Mikrophon durch das MA gestolpert. Ich kann nicht anders: Ein Fan von der ersten bis zur letzten Seite jedes ihrer Bücher zu sein!“

„Sehr kompetent! 20. Juni 2007:
Als Historikerin in der Erwachsenenbildung war ich von diesem Buch angenehm überrascht und aufs Höchste angetan. M. Vogt-Lüerssen überzeugt durch ihre Fachkenntnisse ebenso wie durch ihre plastische und flüssige Art des Erzählens. Hier war eine Geschichtskundige mit großem Sachwissen und viel Liebe zum Detail am Werk. Man fühlt sich ganz zwanglos mitten in historische Szenerien hineinversetzt und kann förmlich darin schwelgen. Sehr beachtlich übrigens auch das Buch der Autorin über Lucrezia Borgia.“

„Zeitreise 1, 4. April 2005:
Das Buch ist einfach nur zu empfehlen. Wer sich für das Mittelalter interessiert ist hier gut beraten. Es ist sehr realitätsgetreu und informativ. Man kann immer wieder nachschlagen. Also kaufen und lesen.“

„Informativ, interessant, entspannend, 9.12.2016 (von Siegfried Schmitz):
Gefällt mir gut, wie sich Frau Maike Vogt-Lüerssen in die Zeit versetzt, über die sie berichtet und virtuelle Erlebnisse schildert. Das Schöne daran ist auch die Bebilderung. Malereien aus der Zeit werden erläutert und tragen zum Verständnis bei. Eine entspannende Lektüre, auf die ich mich immer wieder freue, wenn ich sie hochlade.“

Für diese positiven Kritiken möchte ich mich aus vollstem Herzen bedanken. Wenn mich wieder einmal eine depressive Phase erwischt und ich mich bezüglich meiner Bücher und meiner Webseite frage, was ich da eigentlich tue, ob das, was ich da mache und für das ich so viel Zeit in meinem Leben verwende, überhaupt Sinn und Zweck hat, werde ich mir diese positiven Kommentare anschauen. Sie werden mir Kraft und Zuversicht zum Weitermachen geben.


Die Geschichte der Entstehung meiner Bücher "Zeitreise 1 - Besuch einer spätmittelalterlichen Stadt" und "Der Alltag im Mittelalter"

Beide Bücher gehörten ursprünglich zusammen zu dem ersten Geschichtsprojekt, an dem ich arbeitete und das den Titel "Eine Zeitreise ins Mittelalter" trug. Entstanden war die Idee für dieses Werk durch eine Projektwoche an einer Schule im Jahr 1987. Ich hatte mir als Lehrerin vorgenommen, meine Schüler und Schülerinnen eine Woche lang in den Alltag des Mittelalters zu "entführen". Wie üblich - jedenfalls noch im Jahr 1987 - hatten sich nur sehr wenige Schüler und Schülerinnen für dieses Geschichtsprojekt entschieden. Geschichte galt als eines der langweiligsten Fächer in jeder deutschen Schule, was ich sehr gut nachvollziehen konnte, denn auch den Geschichtsunterricht, den ich als junges Mädchen an meiner Schule erhalten hatte, war todlangweilig: nur Zahlen, Kriege und die Interpretation von Urkunden. Es wurde nichts vom interessanten Leben von damals vermittelt. Das war in unserer Zeit einfach nicht "in". Bei mir konnte dieser schlechte Geschichtsunterricht jedoch nie meine Liebe zur Geschichte zerstören oder vermindern. Ich wusste nur stets, dass das Schulsystem und die Lehrkräfte meiner Zeit der wahren Geschichte nie gerecht wurden.

Die Projektwoche im Jahr 1987 war ein voller Erfolg. Zwar bestand meine Klasse aus 75% Schüler und Schülerinnen, die sich eigentlich irgendwelche Sportprojekte ausgesucht hatten und die in meine Klasse abgeschoben wurden, da diese beliebten Sportangebote völlig überfüllt waren, aber auch diese Schüler hatten ihre große Freude am "Alltag im Mittelalter". Ihr neues Wissen teilten sie sogleich ihren Eltern und Großeltern mit, die mir dann voller Begeisterung erzählten, dass sie durch ihre Kinder und Enkelkinder wieder Lust an der Geschichte verspürt hätten. Durch dieses positive Feedback kam ich auf die Idee, mein erstes Buch zu schreiben und zwar über das Leben im Mittelalter.

Das Projekt, an dem ich schließlich 4½ Jahre ungefähr 8 bis teilweise 12 Stunden pro Tag sitzen sollte - es gab Hunderte von Büchern und Aufsätzen zu lesen - konnte ich im Jahr 1992 beenden. Es bestand aus dem romanhaften Geschichtsteil - eine Gruppe von geschichtsinteressierten Menschen des 20. Jahrhunderts begibt sich in eine Burg im 13. Jahrhundert, eine spätmittelalterliche Stadt im Jahr 1437 und 1438, in ein Mönchskloster im 14. Jahrhundert und in ein Nonnenkloster im 15. Jahrhundert - und einem theoretischen Teil, der sich mit den Themen Sozialstruktur der mittelalterlichen Gesellschaft, der Mode, der Burgen, den Rittern, den Turnieren, mit dem Essen und Trinken, der Ehe, Scheidung, Sexualität, der Liebe, den Geburten von Kindern, Krankheiten, dem Tod, dem Strafwesen, dem Leben in der Stadt und auf dem Lande und dem Leben im Kloster beschäftigte.

In den nächsten folgenden fünf Jahren - also von 1992 bis 1997 - wandte ich mich mit diesem Projekt an sämtliche Verlage in Deutschland. Es gab jedoch nur Absagen. Angeblich hätte das Geschichtsprojekt nicht in ihr Verlagswesen gepasst, oder das Interesse an diesem Thema wäre bei ihrer Leserschaft einfach nicht vorhanden. Interessant war, dass ein Schul-Buchverlag, von dem ich ebenfalls eine Absage erhielt, ihre neue Buchreihe sogleich mit dem Titel "Zeitreise" versah. Ein sehr freundlicher Lektor riet mir, nachdem es ihm trotz eigener großer Begeisterung für meine Arbeit ebenfalls nicht gelungen war, dieses Projekt in seinem Verlag unterzubringen, mein Geschichtswerk in zwei Projekte zu teilen, in die mehr romanhafte "Zeitreise" und in den mehr theoretischen Teil "Alltag im Mittelalter." Ich folgte seinem Tipp, hatte jedoch weiterhin keinen Erfolg, das Werk in einem Verlag unterzubringen. Meine Art Geschichtswissen zu vermitteln, macht einfach zu viel Spaß und ist "der Wissenschaft unwürdig". Nur schwer verständliche Geschichtsbücher mit unendlich langen Schachtelsätzen, die man mindestens zweimal lesen muss, sind "richtige Geschichtsbücher"! Dabei ist es doch die Aufgabe jedes guten Pädagogen, das "Schwerverdauliche" so anzubieten, dass es jeder "verdauen" kann, oder?

Ein Cheflektor schrieb mir, dass mein Buch "Der Alltag im Mittelalter" zudem "viel zu dick sei". Da würde ich doch niemals einen Verlag finden. Mit der Hilfe von Books on Demand und Amazon gebe ich mittlerweile meine Werke selbst heraus. Heute ist der Buchmarkt zudem überschwemmt mit Geschichtsprojekten wie "Essen und Trinken im Mittelalter", "Ritter, Bürgern und Bauern im Mittelalter", "Sexualität im Mittelalter" etc. Selbst das Magazin der Spiegel hat sich herabgelassen, "das Leben im Mittelalter" zu beschreiben.